Warum sind Unterlegscheiben wichtig?
Hast du schon einmal erlebt, dass sich Schrauben lockern oder Materialien beschädigt werden? Unterlegscheiben spielen eine entscheidende Rolle bei der Stabilität und Langlebigkeit von Schraubverbindungen.
1. Was passiert, wenn man keine Unterlegscheiben verwendet?
Ohne Unterlegscheiben kann der Druck einer Schraube ungleichmäßig auf das Material wirken. Dies führt dazu, dass sich Schrauben lösen oder das Material nachgibt und beschädigt wird.
Typische Probleme ohne Unterlegscheiben:
- Verformung von Holz und Kunststoff: Direktes Verschrauben kann tiefe Abdrücke oder Risse verursachen.
- Gelockerte Schrauben: Vibrationen oder Belastung können Schrauben ohne Sicherungselemente mit der Zeit aus der Verankerung rutschen.
- Korrosion bei Metallverbindungen: Unterschiedliche Metalle können zur Kontaktkorrosion führen.
- Beschädigung von Lack- oder Schutzbeschichtungen: Schrauben können empfindliche Oberflächen zerkratzen.
2. Welche Unterlegscheiben eignen sich für welchen Zweck?
Unterlegscheiben für Holzverbindungen
- Unterlegscheiben (DIN 125) aus Edelstahl A2 – ideal zur Druckverteilung.
- Große Unterlegscheiben (DIN 9021) – verhindern das Einsinken der Schraube in weiches Holz.
- Unterlegscheiben PA (DIN 125) aus Polyamid – für empfindliche Oberflächen.
Unterlegscheiben für Metallverbindungen
- Federringe (DIN 127) – verhindern das Lockern durch Vibrationen.
- Sprengring-Unterlegscheiben (DIN 2093) – erhöhen die Stabilität.
- Unterlegscheiben mit Zähnen (DIN 6798) – bieten zusätzlichen Halt.
Unterlegscheiben für Kunststoffe und empfindliche Materialien
- Unterlegscheiben PA (DIN 125) aus Polyamid – verhindern Verformungen.
- Dichtscheiben EPDM – absorbieren Stöße und sorgen für eine zuverlässige Abdichtung, besonders bei Kunststoff- und Metallverbindungen.
3. Wie wendet man Unterlegscheiben richtig an?
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Reinige die Oberfläche von Staub und Schmutz.
- Falls notwendig, trage eine Schicht Korrosionsschutzfett auf.
- Wähle die passende Unterlegscheibe je nach Material.
- Setze die Unterlegscheibe zwischen Schraubenkopf und Oberfläche ein.
- Nutze bei vibrierenden Verbindungen zusätzlich Federringe (DIN 127).
- Ziehe die Schraube mit einem Drehmomentschlüssel an.
Optimale Anzugsdrehmomente:
- Holz: 2–6 Nm (je nach Härte).
- Kunststoff: 1–3 Nm.
- Metall: 10–25 Nm.
4. Fazit: Wann sollte man Unterlegscheiben verwenden?
- Immer dann, wenn Schrauben eine gleichmäßige Druckverteilung benötigen.
- Bei Holz und Kunststoffen schützen Unterlegscheiben PA (DIN 125) die Oberfläche.
- Bei Metallverbindungen verhindern Federringe (DIN 127) ein ungewolltes Lösen.
- In hochbelasteten Verbindungen sorgen Sprengring-Unterlegscheiben (DIN 2093) für zusätzliche Stabilität.
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